Website Nikola Hahn

 

 

Das Träumen ist

der Sonntag des Denkens.

(Henri Frédéric Amiel)

 

 

Impressionen aus dem Künstler-Café

fotografiert von Dirk Dick www.dirkdick.eu

 

 

 

 

Vier Jahre Künstler-Café Mocca (2006 -2010)

 

Wie alles begann ...

Die Idee zum Künstler-Café wird geboren   * * *  Was Nikola Hahn mit dem Künstler-Café zu tun hat(te)

 

 

 

 

 

 

 

Ein Rückblick ...

 

  Lesecafé  2007 - 2010

(Übersicht/Berichte und Bilder)

 

 Vernissagen/Ausstellungen 2006 - 2010

(Übersicht/Berichte und Bilder)

 

 Café-Specials 

(Erzählreisen & Mehr im Café Mocca)

 

 

 

               

Wie die Idee zum Künstler-Café entstand

 

 

 

Künstlercafé Mocca, verrät das Schild über dem Eingang. Der erste Blick durch die Tür fällt auf ein riesiges Mosaik, das eine Eidechse zeigt und die gesamte Breite des Tresens einnimmt.

„Gecko Mocca ist unser Maskottchen“, erklärt Will, der mit Mel und Nici die Idee zu dem Café hatte.

„In Griechenland gehört ein guter Kaffee zum Leben dazu“, sagt Nici.

Will lacht. „In Deutschland hat sich die Erkenntnis erst nach und nach durchgesetzt.“ Sein Aha-Erlebnis in Sachen Kaffee liegt Jahre zurück. „Wir hatten Besuch aus Frankreich, und ich musste mir schon zum Frühstück einen Vortrag über den schlechten deutschen Kaffee anhören.“ Das blieb nicht ohne Wirkung. „Seitdem ich weiß, wie wichtig Sortenwahl und Röstung für Geschmack und Bekömmlichkeit sind, achte ich darauf, was ich kaufe.“

Eine Maxime, die die Drei für ihr Café übernommen haben.

„Unsere Kaffees kommen aus aller Welt; verarbeitet werden sie in kleinen, aber feinen Röstereien, unter anderem im Spessart“, sagt Will, der selbst vor Ort war, um sich von der Qualität der Röstungen zu überzeugen. 

„Wir bieten Genuss für die Sinne“, formuliert Mel das Motto der griechisch-deutschen Kooperative: „Duft von frisch gemahlenem Kaffee,  Schokoladen- und Kaffeespezialitäten zum Hier-Genießen und Mitnehmen, Literatur für die Ohren, Kunst zum Anfassen.“

„Wir möchten besonders Künstlern aus der Region eine Plattform bieten“, ergänzt Will. „Lesungen und Ausstellungen sind Teil unseres Konzepts.“

Dass das Café mit den farbenfrohen und sinnlichen Bildern und Objekten der Künstlerinnengemeinschaft Atelier Vierseitig aus Frankfurt eröffnete, war kein Zufall: „Gecko Mocca“ stammt aus ihrer Werkstatt. Und dass auch die Literatur im „Künstler-Café“ nicht zu kurz kommt, dafür setzt sich die Schriftstellerin Nikola Hahn ein.

 

 

 

 

 

Auch das Caféhaus-Schild ist in liebevoller Eigenarbeit hergestellt worden ...

 

 

 

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Was ich mit dem Künstler-Café zu tun habe

 

Nikola Hahn im Gespräch mit Café- und Bücherliebhabern ...

Liebe Café-Besucherinnen und Besucher,

Sie fragen sich, was die Schriftstellerin Nikola Hahn mit dem Café Mocca zu tun hat?

v      Ich habe an der Idee des „Künstler-Cafés“ kräftig mitgebastelt und liebe Kaffee, Schokolade und Senf aus Kleinhettstedt (den es im Café zu kaufen gibt)!

v      (Regionale) Literatur und Kunst sind mir ein Anliegen.

v      Meine Lieblingsfigur Heiner Braun aus meinen Romanen trinkt ständig Kaffee …

Viel Spaß im Künstler-Café!

Ihre Nikola Hahn

PS:  Als Beweis eine kleine Leseprobe aus meinem Roman "Die Farbe von Kristall":

 

 

Als der Kaffee serviert wurde, erhob sich ein Oberstleutnant. „Verehrte Gäste! Erlauben Sie mir ein kleines Schlusswort.“ Seine Stimme verriet, dass er dem Wein mehr zugesprochen hatte, als ihm guttat.

„Der Genießer sagt: Den Schluss eines jeden guten Diners muss der Kaffee bilden. Recht hat er! Nun ist es allerorten bekannt, dass man im Ausland die Deutschen ob ihres Kaffees übel verhöhnt. Vor einigen Jahren erdreistete sich ein amerikanischer Steuermannsmaat, mich auf das Rezept der deutschen Kaffeezubereitung zu verweisen: Bringe eine Tonne Wasser zum Sieden, lege eine Kaffeebohne hinein und lasse den Sud einkochen, bis Geschmack und Aroma zu einem erträglichen Grad gemildert sind. Schütte nunmehr das Getränk in eine kalte Tasse und wickle einen nassen Lappen um deinen Kopf, auf dass du nicht zu sehr aufgeregt werdest …

Nun, man wird es mir nicht verdenken, dass ich angesichts dieser Frechheit auch ohne Kaffee sehr aufgeregt wurde! Ich verzichte auf die Wiedergabe der Behandlung, die dieser Mensch durch meine Faust genießen durfte und schließe mit der Bemerkung, dass uns Deutschen trotz allem ausländischen Gejaule auch in der Frage der Kaffeebereitung ein Platz an der Sonne gebührt!“

Auszug aus:

Nikola Hahn, Die Farbe von Kristall. Kriminalroman (Krimis zur Kriminalistik)

 

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Mit meinen Augen sehen

(Filmvorführungen 2-2008/12-2009)

 

 

Der im Rahmen eines Mentoring-Projektes gedrehte Film beschreibt die Geschichte einer Frau aus Osteuropa, die in Deutschland Opfer von Menschenhandel wurde, als Prostituierte arbeitete und sich nach ihrer Festnahme als sogenannte „Opferzeugin“ im Strafverfahren gegen ihre Peiniger zur Verfügung stellte. In ihrer Einführung zur Thematik forderte die Künstlerin das Publikum auf, sich filmisch auf die Seite des "Opfers" zu begeben: Mit meinen Augen sehen!


Im vollbesetzten Café nahm das Publikum teilweise ergriffen Anteil am Schicksal der gepeinigten russischen Frau und zeigte sich sowohl von der künstlerischen Machart und der Aufbereitung der Geschichte beeindruckt.
Im Anschluss an die Filmvorführung gab die Künsterlin Auskünfte zur Thematik "Menschenhandel", und es entwickelte sich ein mehr als einstündiges Gespräch mit dem Publikum.

 


 

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Das Künstler-Café Mocca schließt

 

Von: Cafe Mocca [mailto:kuenstlercafe.mocca@t-online.de]
Gesendet: Samstag, 16. Oktober 2010 12:58
 

 

Liebe Café-Freunde,

 

heute haben wir leider eine schlechte Nachricht zu melden: Das Café Mocca schließt am Freitag, 22.Oktober,  um 18.30 Uhr, endgültig seine Pforten. Wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht, aber wir können an der wirtschaftlichen Lage nicht länger vorbeisehen. Dennoch: Es war eine schöne Zeit, und wir hoffen, dass Sie eben so viel Freude mit uns hatten wie wir mit Ihnen. Dass es jetzt so schnell gehen muss, kommt selbst für uns etwas überraschend – aber es gibt keine andere Lösung.

 

Vier Jahre lang haben wir versucht, ein klein wenig zur Kulturszene in Dietzenbach beizutragen. Dabei sind wir immer unabhängig und für alle Genres offen geblieben. 26 Ausstellungen und 27 „Lesecafés“ haben wir veranstaltet; außerdem „Café-Specials“  mit Zeichenkursen, Vorträgen und Filmvorführungen. Darauf sind wir schon ein bisschen stolz, aber all das wäre nicht möglich gewesen ohne die Künstler, die bei uns ausgestellt, gelesen und erzählt haben. Neben den wirklich guten „Hobbyautoren“ kamen auch die Profis: Nele Neuhaus, Belinda Vogt, Cornelia Anken, Sascha Lapp und Andreas Schäfer lasen bei uns nur für den „Gegenwert“ eines Café-Mocca-„Senfbembels.“  Ein ganz herzliches Dankeschön an alle „unsere“ Künstler: Ihr wart wunderbar!

Besonders erwähnen wollen wir Marianne Ries, Thomas Strittmatter und Barbara Mingels. Nicht nur, dass Ihr uns Eure wundervollen Werke präsentiert habt – Ihr wart auch liebe und treue Gäste. Wir werden Euch vermissen!

 

Danken wollen wir auch Nikola Hahn für die Moderation des Lesecafés. Wir wissen, wie sehr Du die Zeit dafür an anderer Stelle „einsparen“ musstest.

Unser ganz besonderer Dank gilt aber auch Ihnen, liebe Gäste: Sie haben „vier Jahre Café Mocca“ erst möglich gemacht. Wir hoffen, dass Sie uns und das Künstlercafé Mocca in guter Erinnerung behalten.

 

Herzliche Grüße und Auf  Wiedersehen:

 

Nici                 Mel                    Will

 

 

 

Der letzte Espresso ...

 

Freitag, 22. Oktober, nachmittags - das Café ist gut gefüllt, traurige Gesichter an den Tischen. "Wo sollen wir denn jetzt hingehen?" Ich zucke die Schultern. Um fünf Uhr ist die Kuchenvitrine leer. Niki schaltet sie aus. Ich trinke noch einen Espresso, verabschiede mich von den Gästen. "Mach`s gut, liebes Café", sagt eine Besucherin. "Dietzenbach wird ärmer sein", meint ein anderer. Das berührt.

 

18.30 Uhr. Feierabend. Für heute und für immer. Tschüss, Café Mocca.

 

 

 

 

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