Eine kleine Hand aus Bangladesh 

Warum ich Patin von Drishiti wurde

 

zur IPF-Hauptseite

Bücher  

 

Liebe Leser, liebe Besucher meiner Website: Dies ist eine besondere Geschichte. Die Geschichte einer ungewöhnlichen "Brieffreundschaft" und ein kleines bisschen auch Ihre Geschichte ... 

Doch beginnen wir von vorn.

Drishiti ist auf dem nebenstehenden Foto vier Jahre alt. Sie wohnt mit ihren Eltern und ihrem Bruder Dipto in der Gemeinde Gawchulka in Bangladesh. Drishiti ist ein fröhliches kleines Mädchen, das gern mit Puppen und Autos spielt und - so sagt seine Mutter - später unbedingt Krankenschwester werden will. 

Drishitis Familie lebt mit Verwandten in einem kleinen aus Schlamm und Zweigen gebauten Haus mit Strohdach. Die Toilette ist ein Loch im Boden, das Wasser wird mit einer Handpumpe aus einem Bohrloch im hinteren Teil des Hauses gepumpt, gekocht wird auf offenem Holzfeuer. Das Sammeln von Brennholz ist vor allem Aufgabe der Frauen. 

Ende 2004 beschloss ich, die Patenschaft für ein Kind aus der Dritten Welt zu übernehmen. Nach einer schlimmen Krankheit war meine Mutter kurz vor Weihnachten gestorben, übers TV flimmerten die Bilder der Tsunami-Katastrophe, und all unser Stress, der Dreck und die Unannehmlichkeiten unseres Hausumbaus kamen mir plötzlich so nichtig vor.

Selbstverständlich hat man gespendet. Ich glaube, das hat angesichts dieser Bilder fast jeder getan. Aber ich wollte gerne etwas über den Tag hinaus tun, etwas, das nachhaltig ist. 

Sie, liebe Leser, haben Ihren Teil zu dieser Idee beigetragen, und so gesehen ist Drishiti auch ein bisschen "Ihr Kind", denn mit dem Ende des Jahres 2004 stellte ich fest, dass immer mehr von Ihnen über meine Website Bücher bestellten. Es sind keine Reichtümer, die sich da ansammeln, gewiss, aber ich wollte das Geld gern für etwas Besonderes einsetzen ... und so lernte ich schließlich Drishiti und ihre Familie kennen.

Ich wollte gern ein Kind aus Bangladesh, da ich wusste, dass dort die Lebensbedingungen besonders hart sind. Die Vermittlung der Patenschaft erfolgte über die Organisation Plan. Ich erhielt nicht nur ausführliche Informationen über die Lage im Land, die Projekte, die Plan dort betreut, sondern auch Fotos und einen persönlichen Bericht über Drishiti und ihre Familie.

 Seit dieser Zeit unterstütze ich Drishiti mit einem monatlichen Beitrag von 25 Euro. Das Geld kommt nicht nur meinem Patenkind, sondern der ganzen Gemeinde zugute, denn es werden Projekte gefördert, die allen helfen. Insbesondere die Idee der Nachhaltigkeit und der sozialen Verantwortung hat mich für diese - im wahrsten Sinne des Wortes: gute Sache -  begeistert.

Ein ganz besonderes Erlebnis war der erste Brief, den ich von Drishitis Familie bekam. Der Brief war in Bangla geschrieben, der örtlichen Sprache; eine englische Übersetzung war beigefügt. 

Das schönste am ganzen Brief aber war ein Umriss von Drishitis Hand, den offenbar ihr Vater gezeichnet hatte. Und den Text hatte er drumherum geschrieben:

 

Ist das nicht ein wunderbarer Brief?

Herzlichst

Ihre

Nikola Hahn


Drishiti und ihre Mutter  Biva Rani


 


Drishiti  Ende  2004

 


Ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung meiner Website an alle Leserinnen und Leser! Und wenn Sie auf der Suche nach einer wirklich sinnvollen Spendenmöglichkeit sind, kann ich Ihnen eine Patenschaft für ein Kind aus der Dritten Welt nur herzlich empfehlen! 

 

Über Plan: 

Seit 1937 setzt sich Plan für Not leidende Kinder ein. Das politisch und konfessionell unabhängige Kinderhilfswerk vermittelt Patenschaften. 

Plan arbeitet in 46 Ländern dieser Erde. Derzeit werden mehr als eine Million Patenkinder unterstützt. Die Patenschaftsbeiträge finanzieren nachhaltige Projekte zur Selbsthilfe, die den Patenkindern, ihren Familien sowie den Gemeinden zugute kommen. 

Der Patenschaftsbeitrag beträgt 25 Euro pro Monat. Das deutsche Plan-Büro wurde 1989 eröffnet und betreut inzwischen mehr als 220.000 Patenschaften. Bundespräsident Horst Köhler hat die Patenschaft für das weltweit millionste Plan-Patenkind von seinem Amtsvorgänger übernommen. 

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen hat Plan International Deutschland e. V. das DZI Spenden-Siegel zuerkannt. Es steht für geprüfte Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Spendenwesen.

Ausführliche Informationen über Kinderpatenschaften in der Dritten Welt: 

www.plan-deutschland.de 

 

zur IPF-Hauptseite

 

 

 

 

Zur Startseite und Rubrikenübersicht    IPF    Romane von Nikola Hahn